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Projekte

Winter 2016/2017 – Realisierung ca. CHF 6’000

Ein Jahr nach unserem ersten Besuch in Ruanda werden wir wieder zurück in die Gemeinschaften gehen. Es werden nochmals vier Kuhställe in der Gemeinschaft erbaut.

Weiter wird ein neu aufgebautes Projekt unterstützt: Eine Frauengemeinschaft von Masaka, in einem Distrikt in der Nähe von Kigali, möchte sich durch die Herstellung von Seife finanziell unabhängig machen. Sobald ihnen das gelingt, ist ihr nächster Schritt Englisch zu lernen, da dies schliesslich die Business Sprache ist. Wir werden diese Frauen zum einen bei der Erstausstattung für die Seifenproduktion, sowie bei den Lehrmitteln für den Englischunterricht unterstützen. Durch Irina Zehnder werden Lehrpersonen organisiert, welche bei der nachhaltigen Realisation des Projekts mithelfen.

 

Sommer 2016 – Realisierung ca. CHF 2’000

In Zusammenarbeit mit Irina Zehnder und der Organisation CARSA werden wir im Sommer 2016 wieder die Versöhnungsprozesse unterstützen. Bei diesen geht es um die Versöhnung von Opfern und Tätern des Genozids, welche nach wie vor vieles für ein friedliches Zusammenleben leisten. Wie schon im Februar 2016 werden wir uns auf den Cow-for-Peace Workshop fokussieren und deshalb den Bau von zwei Kuhställen inklusive Kuh finanzieren. Dies wird in der Gemeinschaft im Distrikt Kamonyi sein, welche wir im Februar besucht haben. Weiter werden für 50 Kinder in dieser Gemeinschaft Schuluniformen finanziert. Diese ist notwendig, dass die Kinder eine Schule besuchen können.

 
Im Februar 2016 reiste ein Teil unseres Teams erstmals nach Ruanda, um die Organisation CARSA zu unterstützen. CARSA setzt sich seit dem Jahr 2002 für die Aussöhnung der Hutu und Tutsi Bevölkerung ein, deren Beziehung aufgrund des Völkermordes im Jahr 1994 auf Misstrauen basiert. Cow for Peace (eine Kuh für den Frieden) ist eines der Programme der Organisation CARSA, indem Opfer und Täter des Genozides ihre Vergangenheit gemeinsam durch den Bau eines Kuhstalles aufarbeiten. Die anschliessende Übergabe einer Kuh, welche von Cambiela gespendet wird, dient als Versöhnungssymbol und verpflichtet die Parteien, gemeinsam für das Wohl des Tieres zu sorgen und Verantwortung zu übernehmen. Den Projektbericht finden Sie hier.

 

Weitere Informationen:

Geschichte Ruanda

Im Jahre 1994 wurde die ruandische Gesellschaft durch einen Völkermord tief erschüttert. Der ruandische Genozid kostete 800’000 Menschen da Leben. In einer Zeitperiode von 3 Monaten verfolgte und tötete die Mehrheit der Hutus die Minderheit der Tutsi. Ein ethnischer Konflikt gipfelte in einem der brutalsten und blutigsten Völkermorde des Jahrhunderts.

Im Juli 1994 konnte der Völkermord durch die Rebellenarmee RPF beendet werden, die Gesellschaft jedoch war tief geteilt in zwei Ethnien. Um wirtschaftlich sowie sozial wieder auf die Beine zu kommen, musste die Gesellschaft sich vergeben – eine unbeschreiblich grosse Herausforderung.

Seit dem Völkermord an den Tutsi sind nun 21 Jahre sind vergangen, Ruanda wird als aufgehender Stern Afrikas beschrieben. Ruander haben das geschafft, was alle und wohl auch sie selbst für unmöglich gehalten haben, den Peiniger zu vergeben und friedlich zusammen zu arbeiten und leben.

 

Organisation Carsa

Versöhnung wäre jedoch nicht möglich gewesen ohne jene Ruander, die sich aktiv für ihr Land eingesetzt haben. So wie Christophe, unser direkter Ansprechpartner in Ruanda. Christophe ist der Leiter von der Organisation Carsa – Christian Action für Reconciliation and Social Assistance. Er gründete Carsa aus der Überzeugung, dass auf Ruanda eine positive Zukunft wartet und durch Kooperation alles möglich sei.

Carsa war und ist aktiv in der Versöhnungsarbeit. Durch verschiedene Programme wie Versöhnungsworkshops, High Five Bibelschulen und Cow for Peace unterstützen sie ruandische Gemeinschaften bei deren Versöhnungsprozess um wieder als Gemeinschaft friedlich zusammen zu leben.

Cow for Peace sieht vor, dass ein direkter Täter und Opfer des Völkermordes zusammen einen Stall für eine Kuh bauen. Kulturell und traditionell gesehen ist die Kuh das höchste Gut in Ruanda, ein Synonym für Wohlstand und Lebensqualität. Zusammen sind Opfer und Täter verantwortlich für die Kuh. Opfer und Täter kooperieren, schliesslich muss das Überleben der Kuh gewährleistet sein. Durch die Kooperation wird der Versöhnungsprozess aktiv unterstütz und ermutigt. Cambiela wird Carsa bei dem Projekt Cow for Peace unterstützen.